Am Wochenende wurden die Westfalenmeisterschaften im Bogensport in Dortmund fortgesetzt, ausgerichtet vom TuS Barop. Auf 31 Turnierscheiben traten am Samstag die Recurveschützen an, am Sonntag die Compounder.
Die Recurveschützen des CfB Soest mussten ohne ihre stärkste Schützin antreten. Die vielfache Landesmeisterin Rabea Moschner war beruflich verhindert. Somit blieben am Samstag nur drei Schützen übrig, um die Farben des CfB zu vertreten. In der Herrenklasse nahmen Fabian Maruhn und Luca Keysselitz teil. Beide sind langjährige Recurveschützen und haben auch zum Erfolg des CfB Soest in der 70-Meter-Bundesliga im Juni beigetragen. Maruhn erzielte mit 584 Ringen (72 Pfeile, 70 m) eine Saisonbestleistung und platzierte sich auf Rang 9 der Ergebnisliste. Er verpasste den achten Rang, der zur Teilnahme an den Finaldurchgängen berechtigt hätte, nur um fünf Ringe. Keysselitz hatte nach einem guten Start im zweiten Durchgang keine ruhige Hand mehr und erreichte mit 551 Ringen den 16. Platz. Stefan Franke, auch CfB-Vorsitzender, startete in der Masterklasse auf 60 m. Er erzielte mit 581 Ringen eine neue persönliche Bestleistung und platzierte sich auf Rang 9 der starken Konkurrenz.
Am Sonntag waren die Compoundschützen an der Reihe. Die routinierte Compounderin Kony Achinger startete in der Masterklasse weiblich und erreichte mit 629 Ringen (50 m) den 6. Platz. Im August wird die Rollstuhlfahrerin bei den Deutschen Meisterschaften des Behindertensportbundes in Bergkamen an den Start gehen und hofft auf ein ähnlich gutes Ergebnis. Der Jugendschütze Simon Rothöft verbesserte seine Saisonbestleistung um einen Ring auf 659, wurde souverän Erster vor seiner einzigen Konkurrentin aus Mesum und belohnte sich mit der Goldmedaille. Luca Keysselitz startete neben dem Recurve- auch mit dem Compoundbogen. Er ist CfB-Trainer und trainiert seit Jahresanfang auch mit dem Compoundbogen, um Rothöft auf seinem Weg zur Compound-Elite zu begleiten. Im Wettkampf war Simon gerade noch einen Ring besser als sein Trainer – das dürfte zukünftig spannend werden. Keysselitz belegte in der Herrenklasse mit 658 Ringen Rang 17.
„Mit 8 Teilnehmern an der Landesmeisterschaft können wir zufrieden sein“, so Sportleiterin Leonie Adamski. Die Landesmeisterschaften waren das Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft im September in Wiesbaden. Welche Ringzahlen für eine Nominierung reichen werden, wird im August bekannt gegeben.

