Start » News-Blog » Rabea Moschner Fünfte mit neuer DM-Bestleistung
Rabea Moschner, Recurvebogenschützin vom CfB Soest und aktuelle Deutsche Hallenmeisterin, hat bei der Freiluft-DM in Wiesbaden mit 618 Ringen eine neue DM-Bestleistung geschossen und sich als Fünfte direkt hinter vier Nationalkaderschützinnen platziert. Mit dem Erreichen der Finalrunde erfüllte sie sich die gesetzten Ziele. Der Tag begann morgens um 8.30 Uhr mit der Materialkontrolle und dem halbstündigen Einschießen bei Regen und kühlen Temperaturen bevor um 10 Uhr der Wettbewerb begann. Nach anfänglicher Nervosität zu Beginn des Qualifikationswettkampfs über 72 Pfeile auf der 70-Meter-Distanz stabilisierte sich die Soester Schützin zusehends, und schob sich zur Pause mit 308 Ringen bereits auf die fünfte Position unter 26 Teilnehmerinnen. In der zweiten Hälfte legte sie 310 Ringe nach und festigte diesen Tabellenplatz. Auch wenn der Abstand zu den Nationalkaderschützinnen Michelle Kroppen (668), Elisa Tartler (660), Katharina Bauer (653) und Charline Schwarz (640), die mit der DM auch den ersten Teil ihrer WM-Qualifikation absolvierten, noch deutlich war, zeigte die Änderung von Körperhaltung und Schießtechnik bei Rabea Moschner bereits Wirkung.
Wie verhext lief es dann aber im Achtelfinale gegen Laura Scherler aus München. Geschossen wurde auf drei Gewinnsätze zu je drei Pfeilen. Moschner fand nur mit Mühe in den Wettkampf, machte unerwartet Fehler, schaffte aber noch den 5:5-Satzausgleich. Mit dem anschließenden, schwachen Stechschuss verlor sie schließlich ein vom ersten Pfeil an unglücklich verlaufendes Match. Im anschließenden Gespräch mit Bundestrainer Oliver Haidn zeigte dieser nochmal auf, worauf er jetzt Wert legt und woran sie verstärkt arbeiten muss. “Es bleibt mein Ziel, in die Nationalmannschaft zu kommen. Die Automatismen sind noch nicht so, wie sie sein müssen, um konstanter hohe Ergebnisse schießen zu können. Dafür werde ich in der Hallensaison trotz meines zeitintensiven Jobs mit Schichtdienst noch akribischer arbeiten“, ließ die auch im Sportjahr 2021/2022 erfolgreichste CfB-Schützin keinen Zweifel an ihrem eigentlichen Ziel.
CfB-Sportleiter Martin Hinse, der von Trainerin Leonie Adamski im Rahmen ihrer Weiterbildung begleitet wurde, war trotz der schwachen Finalrunde mit dem Abschneiden von Rabea Moschner sehr zufrieden: “Rabea hat das trotz des Drucks gut gemacht. Bogenschießen ist eine komplexe, feinmotorische Sportart, bei der gerade auf langen Distanzen kleine Fehler und Unachtsamkeiten gravierende Auswirkungen haben. Die können durchaus entstehen, wenn man von erfolgreichen EM-, WM- und Olympiateilnehmern umringt ist und gerade deshalb eine besonders gute Leistung abliefern möchte“.
Am Wochenende nehmen mit Kony und Ingo Achinger sowie Edwin Pusch drei CfB-Schützen an der DM des Behindertensportverbandes teil.