Nach einem nicht optimalen Saisonstart, bei dem sich das Westfalenligateam des CfB Soest im Mittelfeld eingruppiert hatte, sorgt eine enge Personaldecke am zweiten Spieltag in Oberbauerschaft für eine Verschärfung der Tabellensituation. Mit Ruth Fischer (privat verhindert), Luca Keysselitz (Trainerlehrgang) und Justin Schulz (Corona-Infektion) fehlten Coach Leonie Adamski gleich drei Leistungsträger. Also schossen Fabian Maruhn (Position 1) und Markus Müller (Position 3) alle sieben Matches, und wurden mit Tobias Funke oder Simon Uhlenbrock ergänzt. Willi Klespe, sicherheitshalber aus der Verbandsliga hochgeholt, um eine weitere Wechseloption zu haben, kam nicht zum Einsatz. “Ich habe gut laufende Kombinationen so lange zusammen gelassen, bis mir ein Wechsel signalisiert wurde“, beschreibt Leonie Adamski die Mannschaftstaktik.Bereits beim Einstiegsmatch gegen Regionalligaabsteiger TuS Barop 1 zeigte sich, dass das Leistungsniveau von Maruhn, Funke und Müller zwar nur wenig unter einem 9er-Pfeilschnitt liegen und jedes Match eng werden würde. Eine knappe 3:7-Niederlage war die Folge. Das Freilosmatch – BBC Bocholt hatte sein Team zurückgezogen diente der Wettkampfstabilisierung. Mit etwas mehr Glück hätte gegen Verbandsoberligaaufsteiger BSC Bergkamen durchaus ein Unentschieden herausspringen können, aber das Match ging 2:6 verloren. Das vierte Match entpuppte sich schlussendlich als Fünf-Satz-Krimi, den der Hammer SC 2 mit in den Sätzen knappem 7:3 für sich entschied.
Nach der Pause rückte Simon Uhlenbrock für Tobias Funke an Position 2 ins Team. Seine konstante Trainingsarbeit trägt zusehends Früchte. Mit einem soliden Auftritt gelang ein verdientes 6:2 gegen den zweiten Oberligaaufsteiger BSG Mettingen 1. Chancenlos war das Soester Trio dann gegen Tabellenführer BSC Schmallenberg 1, der nach sehr starken Pfeilschüssen im dritten und vierten Satz 6:2 siegte. Das Abschlussmatch gegen BSC Iserlohn zeigte noch einmal Dramatik und Tragik des gesamten Spieltages: Nach fünf Sätzen trennten sich die Teams unentschieden.
Coach Leonie Adamski: “Unser Quartett hat sich zu keiner Zeit aufgegeben, die Einstellung hat gepasst. Die Stimmung in und außerhalb der Box war trotz der schwierigen Personalsituation bestens und hat das Engagement erkennbar verbessert. Ein großes Lob an alle. Wir werden uns an den kommenden beiden Spieltagen mit aller Macht gegen den letzten Tabellenplatz stemmen, auf den wir leider zurückgefallen sind. Noch ist nichts verloren.“
Am 13./14. Januar ist der CfB Soest Ausrichter des dritten Spieltages in der großen ConvoS-Halle.
Das WL-Team in Oberbauerschaft:
Fabian Maruhn, Tobias Funke, Simon Uhlenbrock, Coach Leonie Adamski, Willi Klespe und Markus Müller
(Foto: Martin Weinert)