CfB Soest verteidigt Bundesliga-Vizemeisterschaft
Weslarn – Dicht an dicht stehen die Schützen nebeneinander und zielen mit ihren Bögen auf die 70 Meter entfernte Scheibe. Jede Personsteht nah neben ihrem Gegner. Am Ende zählt, wer mit sechs Pfeilenmehr Punkte erzielt.
Mit diesem Ziel haben sich am Wochenende zehn Mannschaften ausganz Deutschland auf dem Sportplatz in Weslarn versammelt, wo derCfB Soest die Rückrunde der Bogensport-Bundesliga ausgetragen hat.Nach der Hinrunde in Jena waren die Soester als Zweitplatzierte in ihreHeimspieltage gegangen und hatten noch theoretische Chancen, erstmals den Wettbewerb zu gewinnen.
Auf dem Weg dahin stand ihnen nur das Team aus Oberbauerschaftim Weg. Gegen alle Mannschaften konnten die Soester gewinnen,doch der „FC Bayern des Bogensports“, der somit ungeschlagen seineachte Meisterschaft in Folge feierte, war eine Nummer zu groß. Das direkte Duell verlor der CfB mit 6:10.
Stefan Franke, erster Vorsitzender des CfB und selbst Bundesliga-Schütze, zeigte sich dennoch glücklich: „Vor dem letzten Spiel standschon fest, dass wir es nicht schaffen können. Wir waren auch davorauf Schützenhilfe angewiesen. Aber wir sind Zweiter geworden. Damitsind wir schon mal sehr zufrieden.“
Die Soester, die seit zehn Jahren in der Bundesliga schießen, verteidigen damit ihre Vizemeisterschaft aus dem Vorjahr. Auch unter den Einzelschützen steht eine Soesterin auf dem zweiten Platz. Paulina Middendorff entschied in der gesamten Saison 63 ihrer 72 direktenPartien für sich. Besser war nur der amtierende Deutsche Meister David Strodick, den nur vier andere Schützen bezwingen konnten.Bei der Siegerehrung betonte der Vertreter des Deutschen Bogensport-Verbandes aus Jena: „Wir haben uns im Kreis Soest und auf derAnlage des BSC Weslarn sehr wohlgefühlt.“ Somit dürfte einem weiteren Bundesliga-Spieltag in Weslarn oder Soest wohl nichts im Wegestehen.
FLORIAN BACK / Soester Anzeiger, 16.06.2026
