Von frühmorgens bis spätabends kamen die ambitionierten Blasrohrschützinnen und -schützen aus ganz Westfalen in die Sporthalle am Städtischen Schulzentrum am Paradieser Weg in Soest. Der CfB Soest hatte zur Landesmeisterschaft in dieser noch nicht überall bekannten Sportart geladen. Die jüngste Teilnehmerin war 6 Jahre alt, der älteste Teilnehmer zählte bereits 83 Jahre.
Das Blasrohr begleitet die Menschheit schon seit vielen Jahrtausenden. Seit 2023 wird es als Sportart vom Deutschen Schützenbund betreut und nach einer einheitlichen Sportordnung ausgeübt. Die kleinen Pfeile werden freistehend auf eine Entfernung von sieben Metern abgeschossen, nur die jüngsten Schützen dürfen auf fünf Meter herantreten. Das Ziel ist eine kleine Bogensport-Zielauflage mit einem vier Zentimeter großen 10er-Ring. Insgesamt werden 60 Schuss abgegeben.
Der CfB Soest war mit fünf Schützinnen und Schützen vertreten. In der Altersklasse „Damen 1” erzielte Stefanie Schwarz-Beißner 572 von möglichen 600 Ringen und platzierte sich auf Rang 4. Sie ist zudem als Referentin für den Blasrohrsport beim Westfälischen Schützenbund für die gesamte Durchführung dieser Disziplin im Land verantwortlich. Andrea Franke (Damen 3) erreichte 562 Ringe und damit Rang 5, während Eike Beißner (Herren 1) mit 527 Ringen ebenfalls den 5. Platz erreichte. Klaus Schwarz aus Möhnesee startete als einer der ältesten Teilnehmer in der Altersklasse Herren 5 und sortierte sich mit 425 Ringen auf Rang 7 ein. Edwin Pusch hat den Wettbewerb vorgeschossen, da er am Samstag als leitender Kampfrichter eingesetzt war. Er hatte eine Leistung von 569 Ringen vorgelegt. Dies reichte zum achten Rang in der Altersgruppe Herren 4, der stärksten Teilnehmergruppe im Wettkampffeld.
Die beiden besten Teilnehmer dieser Westfalenmeisterschaften waren Ingo Kummetz aus Warendorf und Heiko Tuschmann aus Meinerzhagen. Beide erzielten mit 591 von 600 möglichen Ringen Ergebnisse, die Präzision und Ausdauer zeugen.
Der CfB Soest richtete die Landesmeisterschaft nunmehr zum vierten Mal aus und verhalf damit dieser jungen Sportart auch in Westfalen zum Durchbruch. Während anfangs 80 Schützen aus ganz NRW teilnahmen, wurde diesmal mit über 200 Teilnehmenden allein aus Westfalen ein neuer Rekord aufgestellt. Ab dem kommenden Jahr wird auch die Blasrohr-Landesmeisterschaft, wie bei vielen anderen Schießdisziplinen, im Landesleistungszentrum in Dortmund ausgetragen.
Alle Fotos von Hermann Lücking ©blasrohr.app



